Mein Lieblings-Immunbooster-Tee

Im Herbst und Winter ist es wichtig für Wärme zu sorgen

(kalten Orangensaft in großen Mengen zu trinken ist leider nicht die beste Lösung da es kalt und sauer ist- es kommt immer auf die Menge an! Einige Tropfen sind ja viel besser).

Was Warmes oder mindestens mit Zimmertemperatur ist gut für dein Agni (Verdauungsfeuer oder Stoffwechsel) und das stärkt auch dein Immunsystem!

Mein Lieblings-Immunboostertee!

  • 1/2 TL Fenchelsamen
  • 1/ 2 TL Koriandersamen
  • 1/2 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1 Scheibe Ingwer oder 1 Msp Ingwerpulver (wenn Ingwer dir gut tut!)
  • 3 Körner schwarzer Pfeffer oder ein Stück langer Pfeffer (Pippali)
  • 3 Nelken

Alle Zutaten mit einem Liter kochendem Wasser übergießen und 6 bis 7 Minuten ziehen lassen.

Wenn der Tee etwas abkühlt, kannst du etwas Honig und einige Tropfen Zitronen dazu geben je nach Lust und Laune.

In eine Thermoskanne gießen und verteilt während des Tages warm trinken.

Von Heiß auf Eis- die Vata Zeit ist jetzt da Ruhe, Erdung und Wärme tun richtig gut!

Achte bitte darauf, dass meine Tipps allgemein sind: frage dich bitte selbst, was dir gut tut und was nicht.

Am Wochenende war ich auf Fortbildung unterwegs und am Anfang ging alles schief:

Handy war leer, ich kannte nicht den Weg zur Schule, bin zu spät gekommen und war ganz durcheinander.

Da wußte ich ganz genau: die Vata Zeit ist da!

Vata besteht aus den Elementen Luft und Raum (Äther), die Vata Zeit oder Später Herbst und Frühwinter geht von ca 01. 10 bis 01.02. Da relativ viel Bewegung und Unruhe da sind können wir schon was unternehmen um trotzdem geerdet zu bleiben.

Ayurvedische Lebensstil und Ernährungstipps (nicht nur) in der Vata Zeit:

  • Wärme und Ruhe (Ruhepausen zu sich nehmen), warm essen und warm trinken
  • Struktur und Regelmäßigkeiten (möglichst zu gleichen Zeiten essen, aufstehen, ins Bett gehen)
  • ein geordnetes Umfeld schaffen
  • für einen guten erholsamen Schlaf sorgen
  • Extreme vermeiden (extreme Sportarten, zu starke Reize, zu wenig trinken)
  • für Feuchtigkeit (gute Öle innerlich und äußerlich) sorgen
  • Walnüsse, Mandeln, Kardamon stabilisieren und beruhigen den Geist
  • warme Bäder, Fußbäder, Dampfbad
  • Yoga (eine erdende Yogapraxis), Meditation, Spaziergänge, Waldspaziergänge
  • nahrhafte , gekochte, warme, ölige (mit gutem Öl), gut gewürzte Speisen (Suppen, Eintöpfe, Gratins)
  • trockene kalte Speisen vermeiden
  • kochen wenn möglich mit allen 6 Geschmacksrichtungen, saure, salzige und süße Geschmacksrichtungen bevor ziehen
  • in Ruhe essen, danach kurz sitzen bleiben und achtsam spüren, was die Nahrung mit dir macht!

Das “Zaubermittel” Kardamon

Neulich beim Ayurveda Kochseminar hatte ich nachts einen sehr unruhigen Schlaf. So ist es oft wenn Vata-Menschen unterwegs sind : fremde Umgebung, fremdes Bett.

Dann habe ich den Profi Nicky Sitaram Sabnis gefragt, wie die ayurvedischen Gewürze mich dabei unterstützen könnten. Er sagte: “nimm 6 Kardamonkapsel und lege sie im Wasser für mindestens 2 Stunden. Später trinke dieses Wasser wenn möglich warm, bevor du ins Bett gehst.”Das hat mich richtig neugierig gemacht.

Kardamon wird auch “Samen des Paradieses” genannt und wirkt allgemein beruhigend und ausgleichend auf alle 3 Doshas (Vata, Pitta und Kapha), fördert das Gedächtnis, stimuliert und kräftigt das Herz. Die schwarzen Kardamon Samen können auch bei Kopfschmerzen, Übelkeit, Blähung helfen.

Sie können entweder im Ganzen mitgekocht werden (die Schotte muss dann vor dem Servieren entfernt werden) oder als Samen zermahlen.

Kardamon kann gut unterschiedliche Desserts und Kaffee verfeinern.

Ich persönlich verwende sie täglich zermahlen im meinen Porridge und ab und zu als Kapsel im Reis.

Das harmonisiert sehr gut mit Nelken, Ingwer, Kurkuma und Zimt (wunderbare wärmende Gewürze ideal für die Herbst- und Winterzeit.

Eule oder Lerche? Die Wahrheit über Gewohnheiten und Verhaltensmuster

Der Herbst ist offensichtlich wieder da und ich freue mich sehr, dass ich wieder zu ayurvedischen Zeiten ins Bett gehen und mich gut erholen kann.

Der gute Schlaf ist so wichtig!

Wie schön, dass wir immer was Neues lernen können.

Von meiner Ayurveda Ärztin Dr. Nadine Webering habe ich heute gelernt, dass sowohl in der Schulmedizin als auch im Ayurveda den Unterschied von Frühaufsteher und Nachtmenschen wissenschaftlich gar nicht existiert.

Was wirklich wahr ist, ist unser antrainiertes Verhalten.

Medizinisch gesehen, ist unser Schlaf /Wach Rhythmus vom Tageslicht abhängig.

Satmya im Sanskrit ist das Verhalten, was uns gut tut.

Dagegen ist Asatmya das Verhalten, was uns nicht gut tut.

Wenn wir aber Asatmya so lange praktizieren ist der Körper der Meinung, dass dieses Verhalten für ihn gut ist, obwohl es gar nicht stimmt.

Wenn wir dieses Verhaltensmuster ändern möchten, sollen wir es aber allmählich machen damit das dauerhaft und nachhaltig wird.

Im Ayurveda wird empfohlen vor 22.00 Uhr ins Bett zu gehen (in der Kapha Zeit, wo Schwere, Trägheit herschen) und kurz vor 6.00 Uhr aufzustehen (noch in der Vata Zeit).

Das ist die beste Zeit für die Regeneration und die gute Verdauung (körperlich und geistig).

Leckerer Ayurvedischer Nachtisch

Dieses Wochenende war ich wieder auf der Fraueninsel bei dem Ayurveda Kochseminar vom meinen Kollegen Nicky Sitaram Sabnis (www.laxmifoods.de) und habe neue Rezepte von ihm ausprobiert. Wunderbar!

Hier kommt ein leckerer Nachtisch von ihm:

Shrikand (exotische Quarkspeise)

1 Kg Magerquark

500 g Joghurt

250 g Mangopüree

250 g Früchte nach Wahl

150 g brauner Zucker

paar Tropfen Rosenwasser

Quark und Joghurt mit Zucker cremig rühren und Mangopüree unterrühren. Kleingeschnittenes Obst dazugeben, gut vermischen. Einige Tropfen Rosenwasser hinzufügen und in Ruhe genießen.

Ein starkes Immunsystem und die Ojas- unsere feinste Essenz

Der Begriff Ojas stammt aus dem Sanskrit und bedeutet Vitalkraft, Körperstärke.

Es ist eine feinstoffliche Substanz, die entsteht wenn alle Gewebe im Körper (Dhatus)

gut genährt sind und unser Agni (Verdauung, Stoffwechsel) gut funktioniert.

Daher ist Ojas die potentielle Quelle der Stärke, Kraft und des natürlichen Widerstands gegen Krankheiten (Immunsystem).

Sie verleiht dem Körper Gesundheit, Strahlkraft, Resilienz und dem Geist die Erfahrung vom Glücklichsein.

Es gibt 2 Arten von Ojas:

Apara Ojas (beweglich, angeeignet in Form vom Anjali oder in einer hohlen Hand gemessen) und

Para Ojas (angeborene, übergeordnete Ojas als 8 Tropfen im Herzen angegeben).

Was die Ojas anregt, auffüllt:

  • gesunde Ernährung (am besten frisch gekocht, natürlich, regional und saisonal)
  • Bewegung (Yoga), Spaziergänge in der Natur
  • frische Luft
  • Ruhe, Erholung, guten Schlaf, sich Auszeiten nehmen
  • Meditation und Pranayama (Atemtechniken), das Bewusstsein erweitern
  • Tageslicht (auch wenn die Sonne nicht zu sehen ist!)
  • ein guter Tagesrhythmus mit Struktur und Ritualen
  • Rücksicht nehmen auf die eigenen Bedürfnisse
  • Sanfte Entgiftung (einen Reinigungstag oder Reinigunswoche)
  • gute Kontakte
  • Freude, Hobbys
  • “Ja” sagen zum Leben
  • achtsamer Leben und jeden Moment bewusst genießen.
  • Einfach schauen was gerade da ist und dankbar sein.