Erdung und Herzwärme in stürmischen Vata Zeiten mit der Wurzelgemüse- Ingwersuppe

Wenn es draußen ungemütlich und stürmisch wird, gibt es nichts Schöneres als Wärme, Erdung und Ruhe. Diese leckere Suppe sorgt für ein warmes Gefühl voller Geborgenheit und Gemütlichkeit!

  • 2 Becher Wurzelgemüse geschält und geschnitten (Pastinake, Petersilienwurzel, Sellerieknolle, Karotten, Süßkartoffeln)
  • 1 TL frisch geriebener Ingwer
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL Koriandersamen gemörsert
  • 1/2 TL Kreuzkümmel auch gemörsert
  • 1 L Wasser
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Ghee (geklärte Butter)
  • 100 ml Sahne oder Alternative mit 1 EL Mehl verrührt
  • Petersilie und oder Schnittlauch klein geschnitten zum Garnieren.

Ghee erhitzen, Koriander und Kreuzkümmel hinzufügen und kurz anrösten.

Kurkuma, Wurzelgemüse, Lorbeerblätter und Ingwer dazu geben. Etwas anrösten.

Wasser eingießen und 20-25 Minuten köcheln lassen.

Sahne oder Alternative mit dem Mehl und Salz dazu geben und 2 Minuten köcheln lassen.

Lorbeerblätter herausnehmen.

Zum Schluss mit Kräutern garnieren.

In Ruhe genießen.

Hefezopf mit Butter- über Genuss und Ayurveda

Gestern habe ich in der Arbeit erzählt, dass ich am Nachmittag Hefezopf mit Butter gegessen habe und jemand war erstaunt- wie ist das mit Ayurveda und gesundem Essen möglich?

Im Ayurveda geht es nicht um Verzicht auf Sachen sondern zu beobachten, was mir gut tut und was nicht. Zum Glück werden im Ayurveda keine Kalorien gezählt, so dass ich mir schon ein Stück Zopf mit Butter ab und zu mal gönnen kann.

Es kommt immer auf die Menge an, wann (besser als Nachtisch oder mindestens mit 3 Std Abstand von der Mahlzeit), wie oft und wie ich das esse. Die Achtsamkeit beim Essen spielt eine große Rolle, ob ich das gut vertragen kann oder nicht. Außerdem möchte ich gerne wissen, woher das kommt, welche Qualität das hat.

Bei uns im Dorf gibt es einen wunderbaren Laden Horns Wiesn-Haisla, wo sie wertvolle regionale Produkte richtig liebevoll verkaufen. Das kann man gut spüren, wenn man den leckeren frischen Zopf bei Ramona probiert (sowie alle andere Produkte von ihr auch!).

Von den 6 Geschmacksrichtungen ist süß (madhura) wahrscheinlich die Allererste. Ohne madhura würden wir gar nicht existieren ( schon in der Muttermilch, unser erstes Nahrungsmittel, ist es zu finden). Auch die Italiener haben den Ausdruck „la dolce vita“-das süße Leben, was zu Genuss steht.

Madhura besteht aus den Elementen Erde und Wasser und hat die Qualitäten kalt, ölig und schwer.

Süß wirkt stabilisierend, nährend, erdend, anabol (Gewebe aufbauend).

Außerdem entwickelt madhura Ojas (unsere Vitalkraft) und ist sehr wichtig für unsere Sinnesorgane (Indryas). Das senkt Vata und Pitta, erhöht Kapha.

Die Geschmacksrichtung süß ist nicht nur in Kuchen und Süßigkeiten zu finden. Hier eine Liste für dich!

  • reife Früchte- Pfirsische, süße Äpfel, Datteln, Rosinen, Trauben usw.
  • Getreide- Reis, Hafer, Weizen, Dinkel
  • Milch und Milchprodukte- Milch, Sahne, Frischkäse und Mozzarella
  • Öle und Fette- Sonnenblumen-, Olivenöl, Butter, Ghee, Nüsse, Kokosfett usw.
  • Wurzelgemüse- Kartoffeln, Karotten, Kürbis, Rüben, Petersilienwurzel
  • Süßungsmittel- Rohrzucker, Jaggery, Ahornsirup usw.

Pappsatt oder schön satt? Wie fühlst du dich nach dem Essen?

Das Essen soll uns Kraft spenden! Wie fühlst du dich nach dem Essen? Hast du das Gefühl, du könntest nach dem Essen und der Pause wieder mit Energie was machen? Oder fühlst du dich eher schlapp und müde?

Ayurveda ist das Wissen vom langen gesunden Leben und gibt uns Empfehlungen, um das ganze Jahr fit zu bleiben.

Blaue Zonen sind Regionen auf der Welt (geforscht von Dan Buettner), in denen Menschen viel länger als der Durschnitt leben sollen. Unter den Geheimnissen von solchen Menschen waren außer Bewegung, wenig Stress, schöne sinnvolle Aufgaben (Engagement), gute soziale Kontakte, mäßig essen.

Nicht nur das was du ißt und in welcher Menge, sondern wann und wie du das tust, spielen eine große Rolle für ein starkes Agni (Verdauungsfeuer) und dein Immunsystem! Hier einige Tipps für gut essen und gut verdauen!

  • versuch deine Mahlzeit als kleines Ritual zu gestalten. Es klappt nicht immer aber immer öfters!
  • warme Mahlzeiten, schön gegart sind besser zu verdauen (lieber nur 2 oder 3 Mahlzeiten pro Tag)
  • Rohkost dagegen ist sehr schwer verdaulich.
  • das Essen soll so nahrhaft sein, dass du keine Snacks zwischendurch brauchst
  • auf die Menge kommt es auch an. Wenn du mit beiden Händen eine Schale bildest, so groß ist dein Magen. Davon bitte nur 2/3 füllen. Der Magen gewohnt sich nach einiger Zeit richtig gut an diese Menge. Es ist wie ein Kaminofen der auch Platz braucht zum Brennen.
  • Fleisch in kleinen Mengen ist schon erlaubt aber vermeide die Kombination vom unterschiedlichen tierischen Eiweiß.
  • wenn Milch dann nur in kleinen Mengen möglichst warm und alleine (ohne Obst). Es darf auch ein kleiner Teelöffel Joghurt in warmen Porridge kommen.
  • in Ruhe und ohne Ablenkung essen
  • die beste Zeit zum Verdauen ist die Pitta Zeit zwischen 11 und 14.00 Uhr. In dieser Zeit sollte deine Hauptmahlzeit sein. Abends nur was leichtes wie eine Suppe zu dir nehmen. Möglichst nicht so spät.
  • langsam essen für ein besseres Sättigungsgefühl und Verdauung. Am Anfang habe ich jedes Mal 31x gekaut. Mittlerweile klappt das vom ganz alleine.
  • versuche alle 6 Geschmacksrichtungen zu integrieren (süß, sauer, salzig, scharf, bitter, herb)
  • um deinen Körper und Geist auf deine Mahlzeit vorzubereiten gibt es wunderschöne Rituale. Eins davon ist vor dem Essen den Teller in beide Hände zu nehmen, kurz die Wärme spüren und 3 tiefe Atemzüge voller Dankbarkeit zu dir nehmen.
  • Nach dem Essen bleib bitte noch kurz sitzen und spüre genau, wie du dich fühlst.
  • Ein halber Teelöffel mit tollen Gewürzen gemörsert wie Fenchel, Kreuzkümmel, Koriandersamen und etwas Salz nach der Mahlzeit fördert auch die gute Verdauung.

Über unsere Denkweise (Mindset) und Heilimpulse

Gestern habe ich als Versehen die falsche Ausfahrt der Autobahn genommen und habe in Gedanken so mit mir geschimpft. Hätte ich auch so mit dem Fahrer geschimpft, wäre ich der Beifahrer? Wahrscheinlich nicht.

Unser Geist (Citta) ist immer sehr aktiv wie ein kleiner Affe, der hin und her springt. Im Yoga nennen wir das Vritti (Gedankenfluss).

Wenn wir ganzheitlich in uns selbst arbeiten möchten, sind Körper, Geist und Seele beteiligt. Das heißt nicht nur die Ernährung und Bewegung sind wichtig sondern auch unsere Denkweise und Gedanken zu beobachten.

Um die Gedanken etwas zu beruhigen helfen Fokuspunkte im Außen (wie eine Kerze in der Frühe) oder im Körper (wie der untere Bauch, die Mitte vom Brustkorb oder die Mitte von der Stirn) und den bewussten feinen leisen Atem mindestens 6 Atemzüge dorthin lenken.

Das Ziel ist nicht nicht zu denken sondern den Gedankenfluss zu beruhigen, die Gedanken etwas „leiser zu stellen“.

Zu der Denkweise sind Affirmationen oder Heilimpulse wirklich sehr hilfreich.

Momentan lese ich gerne die Bücher von der Ayurveda Expertin Balvinder Siddhu und sie setzt in ihrer Therapie auch Heilimpulse ein. Wenn die Klienten die Heilimpulse jeden Tag benutzen ist die Wirkung der Behandlung tatsächlich erfolgreicher als würden sie das nicht tun. Faszinierend! Am besten wäre sich diesen Heilimpuls auf zu schreiben und an einigen Stellen im Haus oder Arbeitsplatz auf zu hängen damit er öfters gelesen wird.

Auch in der Früh und Abends als Ritual erstmal zur Ruhe zu kommen mit 3-5 Atemzügen und diesen Leitsatz 3mal in Gedanken auf zu rufen.

Ein schöner Heilimpuls von ihrem Buch ist: “ ich gebe meinem Körper, meinem Geist und meiner Seele Zeit zur Ruhe zu kommen und neue Energie zu tanken“.

Wie würde dein Leitsatz oder Heilimpuls lauten? Was brauchst du momentan?

Welcher Leitsatz oder Gedanke würde dich jetzt gerade unterstützen? Schreib ihn bitte für dich auf und nimm ihn mit in deinen Alltag!

Mein Lieblings-Immunbooster-Tee

Im Herbst und Winter ist es wichtig für Wärme zu sorgen

(kalten Orangensaft in großen Mengen zu trinken ist leider nicht die beste Lösung da es kalt und sauer ist- es kommt immer auf die Menge an! Einige Tropfen sind ja viel besser).

Was Warmes oder mindestens mit Zimmertemperatur ist gut für dein Agni (Verdauungsfeuer oder Stoffwechsel) und das stärkt auch dein Immunsystem!

Mein Lieblings-Immunboostertee!

  • 1/2 TL Fenchelsamen
  • 1/ 2 TL Koriandersamen
  • 1/2 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1 Scheibe Ingwer oder 1 Msp Ingwerpulver (wenn Ingwer dir gut tut!)
  • 3 Körner schwarzer Pfeffer oder ein Stück langer Pfeffer (Pippali)
  • 3 Nelken

Alle Zutaten mit einem Liter kochendem Wasser übergießen und 6 bis 7 Minuten ziehen lassen.

Wenn der Tee etwas abkühlt, kannst du etwas Honig und einige Tropfen Zitronen dazu geben je nach Lust und Laune.

In eine Thermoskanne gießen und verteilt während des Tages warm trinken.

Von Heiß auf Eis- die Vata Zeit ist jetzt da Ruhe, Erdung und Wärme tun richtig gut!

Achte bitte darauf, dass meine Tipps allgemein sind: frage dich bitte selbst, was dir gut tut und was nicht.

Am Wochenende war ich auf Fortbildung unterwegs und am Anfang ging alles schief:

Handy war leer, ich kannte nicht den Weg zur Schule, bin zu spät gekommen und war ganz durcheinander.

Da wußte ich ganz genau: die Vata Zeit ist da!

Vata besteht aus den Elementen Luft und Raum (Äther), die Vata Zeit oder Später Herbst und Frühwinter geht von ca 01. 10 bis 01.02. Da relativ viel Bewegung und Unruhe da sind können wir schon was unternehmen um trotzdem geerdet zu bleiben.

Ayurvedische Lebensstil und Ernährungstipps (nicht nur) in der Vata Zeit:

  • Wärme und Ruhe (Ruhepausen zu sich nehmen), warm essen und warm trinken
  • Struktur und Regelmäßigkeiten (möglichst zu gleichen Zeiten essen, aufstehen, ins Bett gehen)
  • ein geordnetes Umfeld schaffen
  • für einen guten erholsamen Schlaf sorgen
  • Extreme vermeiden (extreme Sportarten, zu starke Reize, zu wenig trinken)
  • für Feuchtigkeit (gute Öle innerlich und äußerlich) sorgen
  • Walnüsse, Mandeln, Kardamon stabilisieren und beruhigen den Geist
  • warme Bäder, Fußbäder, Dampfbad
  • Yoga (eine erdende Yogapraxis), Meditation, Spaziergänge, Waldspaziergänge
  • nahrhafte , gekochte, warme, ölige (mit gutem Öl), gut gewürzte Speisen (Suppen, Eintöpfe, Gratins)
  • trockene kalte Speisen vermeiden
  • kochen wenn möglich mit allen 6 Geschmacksrichtungen, saure, salzige und süße Geschmacksrichtungen bevor ziehen
  • in Ruhe essen, danach kurz sitzen bleiben und achtsam spüren, was die Nahrung mit dir macht!

Das „Zaubermittel“ Kardamon

Neulich beim Ayurveda Kochseminar hatte ich nachts einen sehr unruhigen Schlaf. So ist es oft wenn Vata-Menschen unterwegs sind : fremde Umgebung, fremdes Bett.

Dann habe ich den Profi Nicky Sitaram Sabnis gefragt, wie die ayurvedischen Gewürze mich dabei unterstützen könnten. Er sagte: „nimm 6 Kardamonkapsel und lege sie im Wasser für mindestens 2 Stunden. Später trinke dieses Wasser wenn möglich warm, bevor du ins Bett gehst.“Das hat mich richtig neugierig gemacht.

Kardamon wird auch „Samen des Paradieses“ genannt und wirkt allgemein beruhigend und ausgleichend auf alle 3 Doshas (Vata, Pitta und Kapha), fördert das Gedächtnis, stimuliert und kräftigt das Herz. Die schwarzen Kardamon Samen können auch bei Kopfschmerzen, Übelkeit, Blähung helfen.

Sie können entweder im Ganzen mitgekocht werden (die Schotte muss dann vor dem Servieren entfernt werden) oder als Samen zermahlen.

Kardamon kann gut unterschiedliche Desserts und Kaffee verfeinern.

Ich persönlich verwende sie täglich zermahlen im meinen Porridge und ab und zu als Kapsel im Reis.

Das harmonisiert sehr gut mit Nelken, Ingwer, Kurkuma und Zimt (wunderbare wärmende Gewürze ideal für die Herbst- und Winterzeit.

Den Atem und das Leben verfeinern und mühelos verlängern: Pranayama- die Atemtechniken

Ein interessantes Modell von Nathamuni vergleicht den menschlichen Körper bei seiner Geburt mit einem aufgezogenen Uhrwerk. Nach dieser Vorstellung stehen dem Menschen nur eine begrenzte Anzahl vom Atemzügen zu Verfügung. Man geht davon aus, dass ein gesunder Ein-und Ausatemvorgang etwa 4 Sekunden dauert. So hätte der Mensch ca 788.400.000 Atemzüge, wenn er 100 Jahre leben würde. Also je langsamer und achtsamer wir atmen und leben würden, hätten wir noch viel Zeit hier auf dieser Erde. Natürlich spielen heute andere externe Einflüsse eine sehr große Rolle auf unsere Lebensqualität und Länge.

Der Begriff Pranayama setzt sich zusammen mit 2 Worten:

  • Prana-Lebenskraft, Lebensenergie und ist für alle Lebensfunktionen verantwortlich (Verdauung, Fortbewegung, Atem, Herz/Kreislauf, Nervensystem, Sprechen, Denken,Wahrnehmen).
  • ayama bedeutet verlängern, ausdehnen.

Prana kann indirekt über den Atem beeinflusst werden. Deswegen üben wir im Yoga die Atemtechniken (Pranayama). In der Tradition von Krishanamatcharia und in der Svastha Yoga und Ayurveda verbinden wir sehr oft Atem und Bewegung zusammen und den Geist zu beruhigen.

Wie in dieser Mini- Übungssequenz von dem Bild oben (mit 6 Wiederholungen brauchst du nur 10 Minuten täglich. Danach noch die Stille genießen und nachspüren).

Unser Atem besteht aus 4 Phasen: die Einatmung, die Pause in der Atemfülle, die Ausatmung und die Pause in der Atemleere. Damit können wir ziemlich viel „spielen“ bzw variieren. Die Zahlen stehen für die Sekunden.

Der Atem soll leicht, fein fließen, mühelos und ohne Anstrengung.

Die tägliche Praxis wäre optimal.

Was ist dein gutes natürliches Atemmuster? Wäre das Muster 0:2:0:2 gut für dich? (einatmen ohne zu zählen, Atem anhalten bis 2 zählen, Ausatmen ohne zu zählen und anhalten bis 2 zählen).

Oder etwas länger wie 0:3:0:3? 0:4:0:4? Wichtig ist, dass du dich gut dabei fühlst und das leicht schaffst. Gerne kannst du mir Feedback geben? Ich würde mich sehr freuen!

Große Lehrmeister, kleine Lehrmeister

Diese Woche kam mir mein erster Yogalehrer dreimal in Erinnerung. Da habe ich mich wieder vom Herzen bedankt, für das Wissen und die Erfahrung, das er mir damals vermittelt hat. Plötzlich waren alle meine Lehrmeister ganz kurz wieder da: meine Eltern und Großeltern, meine Schwester und Bruder, meine Tante, alle Lehrerin und Lehrer, alte Freunde.

Uns begegnen täglich große Lehrmeister und kleine Lehrmeister, ohne dass wir das bemerken. Unsere Kinder, unser Partner (oder Partnerin), Freunde, Arbeitskollegen, Klienten……

Ganz viele sind ein Spiegel von uns selbst und helfen uns auf unserem Weg weiter zu kommen.

Von den kleinen Kindern lernen wir die Achtsamkeit, im Hier und Jetzt zu sein. Manchmal spielen sie sehr lang und in ihrem „Flow“ vergessen dabei die Zeit.

Von meinen eigenen Kindern lerne ich so oft gelassener und geduldiger zu sein. Mein Sohn bestellt sich ab und zu Essen vom Lieferanten (wobei ich so sehr auf gute gesunde Ernährung achte!).

Neulich erzähle ich in allen Yogastunden über Ahimsa (Gewaltlosigkeit) und meine Tochter zeigt mir in ihrer Ausbildung als Bundespolizistin das harte Einsatztraining, das sie wöchentlich haben.

Meine erste Yogalehrerin in Indien, die mir wochenlang Geduld gelehrt hat, indem wir allein an meinem Atem lang gearbeitet haben, bevor ich mit körperlichen Übungen (Asanas) überhaupt beginnen konnte.

Manchmal zeigen sie sich in Gestalt von Situationen, in denen etwas nicht so läuft, wie wir uns vorstellen.

Lehrmeister zeigen sich aber auch ziemlich hart in Form von Schmerzen oder von einer Krankheit. Meisten bringen sie uns in diesem Fall ganz viel Geduld aber auch Demut und Hingabe.

Wie sieht es bei dir aus? Welche sind deine Lehrmeister? Was bringen sie dir bei?

Über Jammerfasten und Dankerntefest!

Anfang Oktober ist Dankerntefest und ich erinnere mich heute, dass wir vor einigen Jahren

eine echte Challenge zusammen hatten. Einige meiner Yogawegbegleiter haben damals

ganz toll mitgemacht.

Die Idee und Einladung kamen vom meinen Kollegen Peter Beer (Meditations-und Achtsamkeitslehrer).

Wir hatten die Aufgabe, 14 Tage nicht zu jammern und auch nicht über andere zu lästern und dabei beobachten, wie uns in dieser Zeit ging. Für mich persönlich war es sehr herausfordernd aber auch eine große Bereicherung.

Er hat uns täglich mit Übungen und Meditationen begleitet und eine davon hat mich besonders beeindruckt.

Nimm dir in den nächsten Tagen Zeit um 50 Gründe zu finden, wofür du im Leben dankbar bist. Möchtest du mitmachen? Bist du bereit für was Neues?

Wenn du magst, kannst du sie dir gerne aufschreiben.

Bis jetzt kannte ich das nur mit 3 oder 5 Gründen aber bei 50 Gründen ist es viel intensiver.

Allein die Beschäftigung mit der Dankbarkeit (und so lang) bringt uns ganz viel Zufriedenheit und positive Gedanken. Auch die Herausforderung mit großen Augen und achtsam durch die Gegend zu laufen beruhigt unseren Geist.

Gesucht und gefunden wird überall: die reine Luft, die wir hier haben, die Klospülung, die funktioniert (vor allem nachdem sie einmal nicht funktionierte), meine Katze, die heute wieder den Weg nach Hause fand.

Die Erfahrung, dass nichts im Leben selbstverständlich ist und die Demut zu kultivieren bringt uns Vertrauen, Wachstum und Frieden nicht nur auf dem Yogaweg.