Zeit für Gemütlichkeit und Verwöhnung : die Herbst/ Vata Zeit

Wenn die Tage kürzer werden und die Nächte kälter, merken wir langsam: Es wird Herbst!

Das Wort „Gemütlichkeit“ gibt es in meiner Muttersprache Portugiesisch leider gar nicht. Diesen Genuss konnte ich erst hier in Deutschland erfahren: Es sich gemütlich zu machen, eine Kerze anzuzünden und zur Ruhe zu kommen.

Ayurveda empfiehlt, ab jetzt früher ins Bett zu gehen. Vor 22:00 Uhr ist noch die Kapha-Zeit, in der die Müdigkeit ganz von alleine kommt. Falls das nicht der Fall ist, hält der Ayurveda einige Tipps für einen guten Schlaf bereit:

  • Abends etwas Leichtes und Warmes essen (z. B. Suppen oder Ofengemüse) – am besten etwa drei Stunden, bevor du ins Bett gehst.
  • Ein leckerer Chai-Tee (koffeinfrei) wirkt wärmend, erdend, leicht süßlich und beruhigend.

Hier ist ein Rezept für einen Vorrat, der für längere Zeit reicht. Die fertige Mischung kannst du idealerweise in eine schöne, dunkle Dose füllen.

Chai-Vata-Gewürzmischung (koffeinfrei)

  • 3 EL Kardamomkapseln
  • 1 EL Zimtstangen (Ceylon-Zimt), zerkleinert
  • 1 EL Nelken (ganz)
  • 2 EL Fenchelsamen
  • Einige schwarze Pfefferkörner
  • 1 TL Ingwerpulver
  • ½ TL Muskatnuss
  • Etwas Süßholzwurzel (optional)

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf das Ingwerpulver und die Muskatnuss in einer Pfanne bei mittlerer Hitze kurz anrösten und abkühlen lassen. Danach die Mischung zerkleinern oder im Mörser zerstoßen. Ingwerpulver und Muskatnuss untermischen. Trocken aufbewahren.

Wenn du den Tee zubereitest, lass ihn etwas abkühlen und süße ihn nach Wunsch mit ein wenig Honig.

Zu meinem Abendritual für einen guten Schlaf gehört außerdem jedes Mal eine schöne Fußmassage (Padabhanga) direkt im Bett. Pada bedeutet Fuß und Abhyanga Einölen oder Massieren.

Unsere Füße haben eine direkte Verbindung zum Kopf. Wenn ich sie sanft und langsam massiere, kommen die Gedanken zur Ruhe und der Kopf wird frei – wir werden automatisch ruhiger.

Dazu nehme ich ein gutes Sesamöl und erwärme es in meinen Händen. Dann öle ich die gesamte Fußsohle ein und massiere sowie knete die Füße mit beiden Händen von der Mitte nach außen und von oben nach unten.

Diesen Vorgang kannst du beliebig oft wiederholen. Zum Schluss hältst du den Fuß mit beiden Händen noch kurz fest und nimmst einen tiefen Atemzug. Das Gleiche wiederholst du anschließend mit dem anderen Fuß.

Danach dicke Socken anziehen und ab ins Bettchen!

Gute Nacht und träum was Schönes!

Was hinterlässt du hier für Spuren auf der Erde?

Vor einigen Jahren war ich bei einem wunderbaren Vortrag von Pater Anselm Grün, als er diese Frage stellte: „Was hinterlassen Sie für Spuren?“

Diese Woche hat ein geliebter Mensch aus unserer Familie uns verlassen und mir kam dieses Thema wieder in den Kopf: Was hinterlasse ich als Erinnerung, wenn ich gehe? Woran werden sich meine Kinder erinnern? Mein Partner oder meine Freunde? Wann denke ich an meine Eltern und was haben sie mir hinterlassen?

Beide Elternteile sind leider ziemlich früh gegangen. An meine Mutter denke ich immer an Regentagen, wenn wir nachmittags zusammen eine „Siesta“ machten und sie sagte: „Hör mal, wie schön es ist, dem Regen zu lauschen, wenn wir hier so kuscheln.“ Diese Liebe und Wärme kann ich wieder spüren – allein während ich diese Zeilen schreibe.

Eltern können auch bizarre Erinnerungen hinterlassen. Mein Vater zum Beispiel hatte ein großes Thema mit Haaren: Sobald er ein Haar im Essen fand, stand er sofort auf und aß keinen Bissen mehr. Eine schräge Erinnerung!

Meine Lieblingstante war eine echte Genießerin. Jedes Mal, wenn sie eine Scheibe Wassermelone aß, schnitt sie sie durch und drehte sie um, damit sie das süßeste Stück erst ganz zum Schluss genießen konnte. Heute muss ich jedes Mal an sie denken, wenn ich Wassermelone esse.

Bei uns in Brasilien gibt es eine gezuckerte Kondensmilch namens Milchmädchen. Meine Tante benutzte sie für Nachspeisen. War die Dose leer, schenkte sie ihren Kaffee direkt hinein, um den restlichen süßen Schaum auszulöffeln. Kindheitserinnerungen!

Und unsere Geschwister? Welche Erinnerungen verbinden wir mit ihnen? Meine kleine Schwester hatte schreckliche Angst vor dem Weihnachtsmann und vor Autofahrten im Nebel. Meine große Schwester half Mama in der Küche – und wann immer es ein Gericht mit Hackfleisch gab, wollte sie sich vorher immer etwas rohes Fleisch „stibitzen“.

Nach dem Verlust meiner Eltern litt ich viele Jahre und war tief traurig, wenn ich an sie dachte. Was heute bleibt, ist vor allem eines: eine große Liebe. Das ist meiner Meinung nach die schönste Spur, die wir auf dieser Erde hinterlassen können.

Oder wie Mutter Teresa aus Kalkutta sagte:

„Verbreite Liebe, wo immer du gehst. Lass niemanden zu dir kommen, ohne dass er nach der Begegnung glücklicher ist“.“

Und du? Was hinterlässt du hier für Spuren?

Über wahre Begegnungen und KI

Vor einigen Tagen hatten wir ein Gespräch mit unserer Tochter und sie fragt sich gerade, ob die künstliche Intelligenz irgendwann mal die Menschen ersetzen wird.

Eine Interessante Frage!

Kinder wachsen und bringen uns immer noch neue Themen und tolle Aufgaben/ Herausforderungen ins Leben.

Tatsächlich werden leider momentan schon einige Arbeitskräfte durch KI ersetzt.

Gestern hatten wir eine wunderschöne Sing- Matinee am See. Eine Gruppe von 50 Personen, eingeladen von meiner Freundin Katharina, hat sich getroffen, um gemeinsam Mantras von der ganzen Welt unter dem Motto „Wasser“ zu singen.

Und allein diese schöne Gruppenenergie verbunden mit der Kraft der Musik gab mir die klare Antwort: Nein! KI kann nicht Menschen und tiefe Begegnung ersetzen!

Warum treten Personen in unser Leben auf? Warum begleiten sie uns eine Weile und gehen dann wieder? Warum bleiben einige etwas länger und andere nicht?

ich glaube ehrlich, dass jede Begegnung in unserem Leben einen Sinn hat.

Und zwar JEDE!

Jede Begegnung verändert dein Leben!

Jede Begegnung ist eine Verbindung!

Jeder Mensch hinterlässt seine Spuren bei uns. Einige stellen uns kleine, andere große Herausforderungen zum Wachsen.

Viele sind unser Spiegelbild, auch wenn wir es manchmal nicht wahrnehmen können oder wollen.

Unserer Aufgabe ist es das zu beobachten und zu erkennen.

Ob die Verkäuferin im Geschäft, deine beste Freundin oder dein Partner/Partnerin.

Jede Person erfüllt seine Aufgabe in unserem Leben und geht wieder, wenn die Zeit reift. Einige bleiben für Ewigkeit im Herzen!

Wenn ich eine Person einzeln betreue oder ein tiefes Gespräch mit jemandem führe, passiert eine Interaktion von beiden Seiten, eine gegenseitige Wirkung.

Durch Augen- und Körperkontakt, Körpersprache, Ausstrahlung: eine Berührung.

Wir berühren und helfen uns gegenseitig.

Der Ayurveda Arzt Vasant Lad sagte in seinem Film „Der Doktor aus Indien“ bevor er einen Patienten behandelt: wenn du an Gott glaubst, sieh Gott in diesem Menschen vor dir. Wenn du an Krishna, Jesus, Allah glaubst, erkenne sie in der Person vor dir, bevor du sie behandelst.

Und so dienen wir unsere Mitmenschen und die Göttlichkeit in ihnen.

Begegnungen von Herz zu Herz!

Und genau DAS kann keine Technik ersetzen.

In einer Welt, die immer schnell geht, wie wichtig es ist wieder die Tiefe zu entdecken und achtsam zu bleiben, tiefe Gespräche zu führen und tiefe Begegnungen zu haben.

Jeden Moment achtsam genießen!

Neulich hat jemand mir gesagt, sie hätte keine Zeit mehr ein Buch zu lesen und nimm die Infos nur aus dem Internet. Da war ich ziemlich traurig!

Das Lesen aus einem Buch gibt mir den Fokus für meinen Geist. So kann das Gehirn sich regenerieren, der Geist wird ruhiger.

Durch die Benutzung von Handys oder Computer wird außerdem unsere Sehweite auf ein paar Zentimeter eingeschränkt. Umso wichtiger ist es sich manchmal zurück zu ziehen, einfach die Augen kurz schließen und tief durch zu atmen.

Unsere große Herausforderung ist einen Mittelpunkt für uns zu finden, zwischen der Welt der Technik und der Menschen. Wir können nicht immer gegen die Strömung schwimmen. Das kostet uns viel zu viel Kraft und Energie.

Immer wieder achtsam beobachten und fragen:

was macht das mit mir? Was macht ein Buch mit mir, wenn ich das in Ruhe lese? Und was macht der Medienkonsum mit mir und mit meinem Körper? Mit meinem Geist?

In Skandinavien und langsam auch in Deutschland wurde festgestellt, dass die Nutzung von Medien in der Schule die Konzentration stört. Die Schüler konnten sich überhaupt nicht mehr konzentrieren. Langsam nehmen sie wieder Bücher im Unterricht und die Schüler schreiben wieder auf Papier und mit Stift. Zum Glück!

Begegnungen von Herz zu Herz! Das Gefühl zu haben, jemand schaut dir in die Augen und hört dir richtig zu. Das kann sogar eine starke therapeutische Wirkung haben und zwar gegenseitig.

Meine Oma in Brasilien ist 94 Jahre alt geworden. Bei jedem Besuch beim Hausarzt hat jedes Mal seine Bemerkung gereicht, wie gut sie an dem Tag aussah und schon ging es ihr besser und konnte nach Hause gehen (fast ohne Untersuchung!).

Wenn wir alle wüssten, welche Kraft unsere Worte und Handeln auf anderen Mitmenschen haben!

Eine schöne Aufgabe für dich für diese Woche wäre alle Verbindungen in den nächsten Tagen zu beobachten, ganz präsent auch die neuen Verbindungen.

Und sich fragen: Was macht das mit mir gerade?

Nichts im Leben ist selbstverständlich! Keine Verbindung, Kein Treffen.

Auch in unseren Yogakursen oder Yogawochenenden sage ich immer: die Menschen, die jetzt zusammen kommen, sollten jetzt hier zusammen sein.

Und genau diese Begegnungen können keine Technik und KI nicht ersetzen.

Was ist deine Meinung dazu?

Schreibe mir gerne was du dazu denkst.

Ich würde mich sehr freuen!

Das Geheimnis der Kichererbsen, die richtig happy machen: sommerlicher Kichererbsensalat

Ich liebe Kichererbsen in allen möglichen Variationen: als Salat, Curry, Hummus, Falafel.

Sie sind einfach köstlich! Außerdem sind sie super gesund:

  • Kichererbsen liefern 7 bis 9 g Eiweiß pro 100 g (getrocknet sogar etwa 20 g).
  • sorgen für starke Knochen
  • unterstützen die Blutbildung
  • haben einen hohen Gehalt an Kalium, Magnesium. Phosphor, Kalzium und Eisen. Außerdem Vitamin A, B, C und E.

Die einzige kleine Macke bei ihnen ist dass sie Blähung verursachen können.

Vor allem mit Menschen mit viel Vata (aus den Elementen Luft und Äther/Raum) sind sie nicht immer eine gute Idee.

Dagegen gibt es aber wertvolle Tipps!

Ich kaufe getrocknete Kichererbsen anstatt aus dem Glas oder der Dose.

Am besten sie 24 Stunden! in ganz viel Wasser mit etwas Backpulver oder Natron eiweichen lassen. Danach das ganze Wasser wegkippen. Kichererbsen nochmal waschen und frisches Wasser zum kochen nehmen.

Zum Kochen kannst du 1 TL Natron noch dazufügen, wenn du möchtest.

Im Ayurveda benutzen wir auch die tollen Gewürze, die die gute Verdauung unterstützen: Kreuzkümmel, Fenchel, Koriandersamen, Kurkuma und Ingwer zum Beispiel.

Heute habe ich mich für einen leckeren sommerlichen Kichererbsensalat entschieden. Im Winter kann er auch gerne warm gegessen werden.

Sommerlicher Kichererbsensalat

  • 250 g getrocknete Kichererbsen (wie oben beschrieben zubereitet)
  • 1 rote Paprika und 1 gelbe Paprika aus dem Ofen oder Air Fryer
  • 1 halbe Zwiebel kleingeschnitten (3 Minuten vorgekocht)
  • 3 kleine Kartoffel gekocht
  • 1 große Mohrrübe gekocht
  • Dressing gut gemixt aus einer halber Limette oder Zitrone, etwas Olivenöl, 1 Knoblauchzeh zerdrückt, etwas Salz, Pfeffer, 1 TL Fenchelsamen, 1 TL Kreuzkümmel, 1 TL Koriandersamen, etwas Origano, 1/2 TL Senf und 1 TL vom guten Honig.

Die ersten Zutaten gut mischen und mit dem Dressing mindestens 1 Stunden ziehen lassen.

In Ruhe genießen, gut und lang kauen nicht vergessen!

Guten Appetit !

Warum mein Porrigde nicht mehr reicht. Auf der Suche nach guten Eiweißquellen

Sarkopenie ist ein kompliziertes Wort, was auf Deutsch altersbedingter Muskelschwund bedeutet. Tatsächlich ab dem 30. Lebensjahr baut der Körper 3 bis 8% Muskelmasse pro Jahrzehnt ab.

Echt krass!

Die gute Nachricht ist aber, dass wir mit Bewegung und der richtigen Ernährung sehr gut dagegen wirken können.

Bewegung und vor allem gezielter Muskelaufbau unterstützen und stabilisieren die Gelenke und fördern auch die Knochenregeneration (vorbeugend gegen Osteoporose!).

Außerdem gute Eiweißquellen sättigen und sind ein toller Trick zum Abnehmen

(in Kombination mit weniger Kohlenhydraten).

Für den Muskelaufbau ist eine ausreichende Proteineinnahme ganz wichtig.

Proteine (Eiweiße) stecken in vielen Lebensmitteln tierisch und pflanzlich. Die Kombination macht´s!

Tierische Proteine enthalten alle essenziellen Aminosäuren und pflanzliche Quellen sind reich an Ballaststoffen.

Aber wieviel Eiweiß soll ich täglich zu mir nehmen?

Empfohlen wird mindestens 0,8 g pro Körpergewicht.

Wenn man sportlich aktiv mindestens 1,6-2 g pro Körpergewicht. Ich habe ganz neugierig für mich selber zusammen gerechnet und bräuchte ca 85 g Eiweiß pro Tag. Geteilt in 3 Mahlzeiten bedeutet ca 28 g.

Aus diesem Grund sieht ab jetzt mein Morgenporridge etwas anders aus (wie auf dem Bild zu sehen).

Um deinen Porrigde eiweißreich „auf zu peppen“ kannst du gerne zum Beispiel Magerquark, Skyr oder Joghurt hinzufügen.

Auch Toppings finde ich ganz klasse wie eine Hand voll Mandel, Nüsse oder Sojaflocken.

Hier kommt für dich das Rezept vom meinen neuen proteinreichen Morgen Porrigde:

  • 1 TL Ghee und ayurvedische Gewürze (wie zum Beispiel Kurkuma, Zimt, Kardamom etwas Pfeffer)
  • 35 Gramm Hafer
  • 100 ml Milch oder Milchersatz (Sojamilch)
  • eine Hand voll Mandeln
  • 2 Paranüsse
  • 1 bis 2 EL Magerquark oder Skyr
  • etwas Obst klein geschnitten ( ich nehme sehr gerne Wilde Heidelbeere und Apfel)
  • 1 EL Leinöl
  • 1 TL Chiasamen mit etwas Wasser eingeweicht

In einer Pfanne 1 TL Ghee erhitzen und dann die ayurvedischen Gewürze schon gemörsert hineinfügen (zuerst die Samen und dann die Gemahlenen).

Hafer, Milch und Obst kommen dazu und werden etwas geköchelt (so sind sie besser verdaulich!). Auch die Nüsse können eingeweicht werden (ich tue es aber nicht.)

Zum Schluss füge ich die Chiasamen dazu und schalte die Kochplatte aus. Wenn mein Porridge sich etwas abgekühlt hat, mische ich noch den Quark/Skyr und Leinöl.

Du kannst dein eigenes neues Rezept kreieren und gerne mit mir teilen.

Viel Spaß dabei und gutes Gelingen!

Leckere Abkühlung Teil 1- erfrischende Gerichte

Wenn es draußen so heiß ist, wünscht man sich etwas zum Abkühlen.

Hier habe ich zwei Rezepte ausgesucht, die richtig erfrischend und ideal für heiße Tage sind.

Auf dem Bild ist ein neues Experiment von mir, proteinreich, mit gutem Öl

und es ist echt super gelungen!

Grüner Hummus mit Erbsen und frischem Spinat

  • 220 Gramm Erbsen aus dem Glas
  • 3 Handvoll Spinat (frisch)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Zitrone
  • 2 EL Tahin (Sesampaste)
  • 3 EL Olivenöl
  • Minzblätter von 2 oder 3 Stielen (nur die Blätter nehmen)

Alle Zutaten in einem Gefäß fein pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wir haben es mit Gemüsesticks ausprobiert aber Fladenbrot würde auch super dazu passen.

Der „Klassiker“ von der indischen Küche für heiße Tage ist Raita.

Gurken bestehen 96% aus Wasser haben aber auch Ballastoffen. Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium.

Raita

  • 1/2 Gurke
  • 1 Zwiebel
  • 2 TL Kreuzkümmel
  • etwas Salz
  • Pfeffer
  • 1 TL Honig flüssig
  • 500 g Joghurt 3,5% Fett
  • frische Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Pfefferminz klein geschnitten

Die Gurke schälen und fein raspeln, die Zwiebeln fein würfeln.

Alle Zutaten miteinander verrühren und gut durch ziehen lassen.

Guten Appetit!

Etwas Abkühlung und einen freien Kopf bekommen: Waldbaden oder der achtsame Spaziergang im Wald

„Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.“

Khalil Gibran

Im Sommer, wenn es draußen so heiß ist, sind Bewegung und Sport manchmal gar nicht so leicht.

Gestern war ich bei einer schönen Veranstaltung mit dem Titel „Meditative Wanderung“ im Wald zu einem bestimmten Weiher am Ammersee in Bayern. Dort spürte ich schon stark die Kraft der Bäume und der Ruhe.

Abends waren wir bei guten Freunden eingeladen. Sie haben einen wundervollen Walnussbaum im Garten. Er ist so groß und mächtig und strahlt nur was Gutes um sich herum.

Auf dem Weg nach Hause sind mein Mann und ich an Lindenbäumen vorbei gelaufen und waren von dem magischen Duft ihrer Blüten verzaubert.

Ja: Bäume sind nicht nur ein Gedicht sondern ein großes Geschenk der Natur für uns.

Waldbaden, Shinrin Yoku wird nicht nur in Japan sondern lange im Westen auch als präventive Maßnahme für den Erhalt der Gesundheit angewendet.

Das bedeutet ein achtsamer Spaziergang im Wald für die Erholung und den Stressabbau.

Dabei genießt man die Atmosphäre des Waldes mindestens 15 Minuten und nimmt alles mit allen Sinnen wahr.

In der Natur fühlen wir uns wohl und unser Körper ist entspannt.

Die meisten Menschen wissen das intuitiv aber seit Jahren liegen es tatsächlich durch Messungen wissenschaftliche Beweise vor.

Durch präzise Messtechniken können die positive Effekte der Entspannung im Wald bewiesen werden:

-der Stresspegel ( Stresshormon Cortisol), die Pulsfrequenz und der Blutdruck können senken.

Ein Experiment mit Frauen mittleren Alters wurde durchgeführt und auch in diese Gruppe sind diese Werte nach der Waldtherapie gesunken.

Sogar das Immunsystem wird durch die Erhöhung der Anzahl an natürlichen „Killerzellen- die NK- Zellen“ im Blut gestärkt. Dies ist eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen, die eine entscheidende Rolle bei der Abwehr spielt.

Diese Wirkung kann lauter Studien eine Woche oder sogar länger anhalten.

Jeder Baum hat eine besondere Botschaft für uns laut Dr. Antje Ohlhoff in ihrem Werk und wunderbaren Karten „De Botschaften der Bäume“.

Wie die Buche zum Beispiel. Sie gilt als „die Mutter des Waldes, die sich gut um ihre Kinder kümmert. Sie nährt ihre kleinen Buchensämlinge über die Wurzeln, lässt sie langsam in ihrem Schatten wachsen, damit sie hartes, stabiles Holz bilden“

Die Botschaften von der Buche– „mütterliche Zuwendung, Dazugehörigkeit und auch in schwierigen Zeiten dranzubleiben. „

Quelle: Die Botschaften der Bäume, Dr. Antje Ohlhoff.

Hier wieder eine kleine Waldmeditation von mir für dich:

Nimm einige bewusste Atemzüge zu dir und stell dir mal vor, du gehst jetzt in einen schönen Wald achtsam spazieren.

Stell dich erstmal aufrecht hin und spüre die Erde unter deinen Füssen. Nimm wahr, wie die Mutter Erde dich trägt und für dich sorgt. Sie kann dich auch entlasten, wenn du was abgeben möchtest, das dir momentan nicht passt. Nimm wieder einige Atemzüge zu dir und das bewusst zu spüren. Nun gehst du langsam Schritt für Schritt durch den Wald.

Wie viele Geräusche kannst du wahrnehmen: hörst du jeden Vogelgesang einzeln? Vielleicht möchten die Vögel dir doch was erzählen.

Kannst du etwas auf deiner Haut spüren? Wie wäre es wenn du einen Baumstamm berühren würdest? Wie fühlt sich das an?

Bei jeden Schritt spürst du die Erde, die dich trägt, das Geräusch der Blätter und von kleinen Ästen unter deinen Füssen.

Wie viele Farben kannst du außer Grün wahrnehmen? Wie viele unterschiedliche Grünschattierungen sind für dich zu erkennen?

Schau alles ganz in Ruhe an und bleib bei deinem Atem. Der Atem geschieht ruhig und gleichmäßig. Es atmet dich!

Zwischen den Baumkronen siehst du in den Lücken den Himmel. Beobachte das Spiel von Licht und Schatten, wenn die Sonne durch die Blätter der Bäume fällt. Das Licht fällt hier und dort zwischen die Blätter.

„Das Blatt eines jeden Baumes trägt eine Botschaft aus der unsichtbaren Welt. Und sieh, jedes fallende Blatt ist ein Segen“ sagte schon Rumi.

Nimm auch alle Düfte bewusst wahr: den Duft der Erde, der Blätter, vom Moos.

Nimm alle diese wunderbare Eindrücke in dir auf!

Behalte sie für dich in deinem Herzen!

Indienküche trifft bella Italia! Die Garnelen-Pfanne (Prawn Fry)

Was haben Inder mit Italienern in der Küche gemeinsam?

Ich bin in Brasilien in einer Familie mit italienischen Wurzeln aufgewachsen.

Meine Mutter hat beim Kochen fast jeden Tag den „sofritto“ zubereitet.

Sofritto ist die Basis für viele italienische Gerichte und besteht meistens aus einer Zwiebel, einem Stängel Stangensellerie, einer Karotte und einer Knoblauchzehe. Alles wird erstmal ganz klein geschnitten. Dann kommt etwas Öl in die Pfanne und der Sofritto wird angedünstet. Damit hat meine Mama viele ihrer Gerichte angefangen.

Neulich hatten wir Besuch aus Indien.

Die tolle Ayurveda Ärztin und Köchin Dr. Neethu vom Praanadha Ayurveda Hospital in Kerala hat uns jeden Tag mit ihren Kochkünsten gezaubert.

Die Inder haben ihren ähnlichen Sofritto aber etwas anders zubereitet.

Im Mörser zerkleinern sie Ingwer, Knoblauch und Salz und machen daraus eine Paste.

Im heißen Öl (meistens Ghee- die geklärte Butter, sieh bitte Rezept hier in einem älteren Blogartikel) wird das angedünstet.

Danach nach einigen Minuten, wenn alles richtig gold ist und die ganze Küche duftet, kommen eine Zwiebel und Tomaten klein geschnitten dazu. Wieder mit viel Liebe und Geduld andünsten lassen.

Gewürze wie Fenchel, Koriandersamen, Kreuzkümmelsamen, Kurkuma (erstmal die Samen und dann das Pulver Kurkuma da sie unterschiedliche Garzeiten haben) noch beliebig benutzen.

Das ist die Basis für viele indische Gerichte wie Linsen, Kichererbsen Eintöpfe zum Bespiel.

Oder so wie hier bei diesen wunderbaren Garnelen (auch bei Fischgerichten geeignet).

Das Rezept kommt von Dr. Neethu.

Thank you!

Garnelen-Pfanne (Prawn Fry)

Schritt 1: Marinieren & Anbraten

  • Zuerst die Garnelen mit Kurkumapulver, Salz, Chiliflocken und etwas Zitronensaft (ca. 1 Teelöffel) marinieren.
  • Nach 10 Minuten die Garnelen in Öl oder Ghee (Butterschmalz) anbraten, bis sie gut durch sind (dauert etwa 10 Minuten). Danach aus der Pfanne nehmen.

Schritt 2: Vorbereitung

  • 1 Zwiebel und 1 Tomate in sehr feine Streifen/Stücke schneiden.
  • Ein Stück Ingwer und 4 Knoblauchzehen in einem Mörser zerstoßen.

Schritt 3: Die Sauce zubereiten

  • Dasselbe Öl verwenden, in dem auch die Garnelen gebraten wurden.
  • Zuerst den zerstoßenen Ingwer und Knoblauch darin anbraten. Sobald sie braun werden, die Zwiebel, die Tomate und (nach Wunsch) 1 grüne Chilischote dazugeben.
  • Alles gut anbraten (10–15 Minuten, je nach Hitze).
  • Dabei eine Prise Salz, Kurkuma und Chiliflocken hinzufügen (je nach Geschmack etwa 1 Teelöffel von jedem).

Schritt 4: Das Finale

  • Wenn alles gut angebraten ist, die beiseitegestellten Garnelen wieder dazugeben.
  • Etwas Maismehl / Polenta Mehl darüber streuen damit die Garnelen noch knuspriger werden (bella Italia lässt sich wieder grüßen!)
  • Alles zusammen für 10 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen.

Tipp: Falls das Gericht zu trocken wirkt, kannst du noch einen Teelöffel Ghee dazugeben. Wenn du mehr Sauce möchtest, gieße einfach ein wenig Wasser hinzu und lass es kurz mitköcheln.

Guten Appetit beim Nachkochen!

Indien trifft Allgäu: indisches Gemüse-Fladenbrot (veg.Paratha) mit etwas Bergkäse

Meine Küche daheim ist wirklich multikulti!

Manchmal indisch, manchmal ayurvedisch, italienisch, brasilianisch, deutsch…..

Ich experimentiere aber gerne mit einer Mischung aus unterschiedlichen Ländern oder mit einem besonderen Zutat das Gericht „verfeinern“ (hier in dem Fall mit dem Bergkäse aus unserer Region).

Wie in diesem Rezept vom Veg. Paratha aus Indien!

Die Inder haben so wie Brasilianer keine Küchenwaage daheim.

Daher bitte improvisieren und alles in Tassen messen!

Zutaten für ca. 10 kleine Fladenbrote

Für den Teig

  • 2 Tassen Dinkelvollkornmehl
  • 2 EL Joghurt 3,7% Fett
  • 1 EL Olivenöl (etwas Italienisches ist auch dabei! Und der Teig wird noch geschmeidiger)

Für die Füllung

Gemüse beliebig wie zum Beispiel

  • 1 Handvoll fein gehackter Spinat ohne Stiele
  • 1 geriebene Mohrrübe
  • 1/2 Tasse gekochte und zerdrückte Erbsen
  • 1 Handvoll geriebener Bergkäse
  • etwas Salz und Pfeffer

Gewürze

  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Kurkuma
  • 2 TL Garam Masala (ich mache das selber mit jeweils 1 TL Fenchelsamen, Anis, Kreuzkümmelsamen, Korianderkörner und ein paar Pfefferkörner etwas angeröstet zum Schluss etwas salzen)
  • 1 TL Salz
  • etwas Chilipulver

Zubereitung

Spinat eine Minute andünsten und abtropfen lassen. Unbedingt kalt stellen!

Mehl mit allen Gewürzen mischen und die Gemüsesorten. Joghurt, Käse und Öl dazu fügen.

Zu einem geschmeidigen Teig kneten und etwa 30 Min ruhen lassen.

In kleine Kugeln teilen und auf Mehl (wie auf den Fotos oben zu sehen!)

ca 3 mm dünn ausrollen.

Danach in etwas Fett in einer Pfanne von beiden Seiten backen.

Etwas Ghee (geklärte Butter) drauf und das Gericht ist perfekt!

Dazu habe ich heute einen leckeren Dip gemacht basiert auf

etwas Joghurt verfeinert mit Kardamom, Kreuzkümmel und frischen Kräutern.

Ein knackiger Blattsalat dazu und in Ruhe genießen!

Guten Appetit!

K.I oder dein Bauchgefühl? Und etwas Augentraining mit dazu.

Vor einigen Tagen war ich wieder auf einem Yoga Festival bei uns in der Nähe.

Wieder sehr inspirierend dabei zu sein, tiefgründige Gespräche und Begegnungen,

immer wieder was Neues zu lernen. Einfach wunderschön!

Bei den meisten Festivals ist das Gefühl einer Oase da: weg vom Alltag, eine kleine Auszeit im geschlossenen Raum.

Diesmal war es aber anders als die anderen Festivals. Die Location war so lebendig und die unterschiedlichen Räumlichkeiten durch eine große Straße getrennt, Supermarkt, Bäcker nebenan.

So wie Yoga eigentlich ist: Es gehört zum Leben, gibt uns die Tools, Hilfsmittel für mehr Stabilität und Leichtigkeit im Alltag.

Die Anfangsmeditation von meiner Kollegin beinhaltete die Kernfrage:

wie können wir das Yoga- schöne -Gefühl, Meditation-schöne Gefühl etwas verlängern oder in Alltag integrieren? Das passte total zu diesem Ort!

Das Programm war sehr umfangreich und es ist meistens nicht so leicht, sich zu entscheiden, zu welchen Stunden man gehen soll.

Am Abend danach führte ich ein Gespräch mit meiner Tochter über die Künstliche Intelligenz und ihre unterschiedlichen Apps.

Wir beide benutzen das sehr oft in unserer Arbeit und auch in der Freizeit als wäre da ein guter neuer Freund. Und so wachsen wir mit den neuen Aufgaben und Herausforderungen.

Aber an diesem Festivaltag habe ich wieder festgestellt, wie wichtig das Bauch- Herzgefühl ist und sich darauf ein zu lassen. Weg von der digitalen Welt.

Vertraue auf dein Bauch/Herzgefühl. Das zeigt dir schon den richtigen Weg!

Eine Pause von den Medien zu sich nehmen und sich vom Leben und von seinem Fluss gleiten zu lassen. Immer im Vertrauen, dass das Richtige in der richtigen Zeit zu uns kommt.

So suchte ich mir 3 Stunden von Bauch/ Herz aus und sie waren genau was ich momentan benötigte. Alles hat sich gefügt!

Die vierte Stunde kam ganz überraschend dazu (wie das Leben sehr oft so ist- es gibt keine Zufälle!) durch die Bekanntschaft mit Alexander Schlichtherles Augenyoga und seinem tollen ganzheitlichen Augentraining (http://www.alexander-schlichtherle.de) aus Germaringen im Allgäu.

Dabei habe ich was Wichtiges gelernt:

-das Nach-innen-Schauen ist genauso wichtig wie das in- die- Weite -Schauen.

Dadurch entsteht Freiheit!

Die digitale Welt bringt uns in die Enge zu schauen, immer kurzsichtiger. Die Benutzung vom Handy, Computer, Tabletts schränkt unsere Sichtweite immer mehr ein.

Wir verarbeiten pro Tag eine Menge an Informationen 100.000 MG oder 100 GB !

Diese Menge hatten wir vor 5 Jahren während einem ganzen Jahr verarbeitet, heute an einem Tag, waren Alexanders Worte.

Hier 4 schöne Übungen von dieser wunderbaren Stunde Augenyoga am Feierabend (auch optimal für kleine Pausen bei der Arbeit am Bildschirm):

  • reibe die Hände aneinander bis sie ganz warm werden und lege sie auf auf die Augen bis alles ganz dunkel wird, bleibe mindestens 8 Atemzüge in dieser Position. Danach senke die Hände aber lasse die Augen noch geschlossen. Langsam öffne die Augen wieder und spüre nach, wie wohltuend diese Augenpause war.
  • Stelle dich vor die Sonne mit geschlossenen Augen und drehe den Kopf ganz langsam nach rechts und linkes und lass die Sonne deine ganze Netzhaut bestrahlen und erwärmen.
  • Blinze 7 mal. Danach schließ die Augen und stelle dir einen schönen Schmetterling vor . Welche Farbe hat sie? Sie flattert ganz langsam mit den Flügeln. Danach blinze wieder 7mal so langsam wie der Schmetterling.
  • Im Stehen im Freien drehe den Körper nach rechts und linkes und schaue überall hin ohne zu fokussieren, ganz achtsam und neugierig. Beobachte alles was du da sehen kannst.

Viel Spaß beim Ausprobieren ganz neugierig!

Neugier hält fit und jung!